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22.07. 2008: Energetische Standards
Rede Manuskript GR Sitzung vom 22.8. 08
Energetische Standards für Neubauten
Bei einer Entscheidung stellen sich drei Fragen:
„Tun wir das Richtige?“
„Tun wir es angemessen?“
„Tun wir es in richtigen Maße?“
Zu dieser Vorlage, zur Festsetzung neuer energetischer Standards für neubauten in Freiburg können wir sagen:
„Ja, wir tun das Richtige“
Die Verschärfung der energetischen Standards ist richtig.
Sie ist sogar notwendig.
Notwendig für das Erreichen der ehrgeizigen Klimaschutzziele
Notwendig für eine Verringerung des CO2-Ausstoßes
Notwendig um künftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu übergeben und unseren Beitrag zu leisten, eine weltweite Klimakatastrophe zu verhindern.
Und:
„Ja, wir tun es angemessen“.
Es ist richtig, einen Stufenplan festzulegen, es ist richtig, die Verschärfungen der Norm schrittweise einzuführen.
Und es ist auch richtig, die Standards, die wir für 2011 einühren wolllen, jetzt schon festzulegen.
Transparenz und Berechenbarkeit sind wichtig. Es ist richtig, dass Bauträger, Investoren, Handwerker und Architekten sich heute schon darauf einstellen können, mit welchen Standards sie ab 2011 zu rechnen haben.
Und:
„Tja, es wäre noch mehr zu tun. Wir tun viel, aber es ist noch nicht ausreichend“
Da ist vor allem die Sanierung des Altbaubestandes. Dieser ist im Hinblick auf Energieeinsparung, auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes noch viel wichtiger als neue Standards im Neubau.
Nicht nur weil es so viele Neubauten in den nächsten Jahren in Freiburg nicht mehr geben wird, sondern weil die Standards heute schon gut sind, die Differenzen so groß nicht mehr sind.
Die Zuschüsse für Sanierung im Altbau,
- wir haben mehrfach eine Erhöhung beantragt –
wurden gekürzt, dann wieder erhöht, dann der Empfängerkreis verkleinert,
wir müssen feststellen:
hier bedarf es einer fundierten Planung, um effektiv den nächsten Schritt zu gehen,
auch wenn die Einflussmöglichkeiten schwieriger sind als bei Neubauten.
Zweitens bedarf es einer Feststetzung von Standards für Gewerbegebäude, gerade auch angesichts der anstehenden Planung des Güterbahnhof-Nord-Areals.
Drittens sollten wir die Ausnahmen in Punkt 2 des Beschlussantrages nicht so generell und weit fassen. Auch in den genannten Quartieren kann die neue Regelung zum Tragen kommen. Die Ausnahmen sollten auf die Fälle beschränkt sein, wo Verträge schon unterschrieben, bzw. mitten in der Verhandlung sind.
Das alles macht die von uns heute zu beschließenden neuen Standards nicht falsch, das alles macht die Vorlage nicht schlecht.
Sie ist ein guter Schritt, ein notwendiger Schritt, nächster Schritt nach vielen die schon begangen wurden, aber sie darf kein Ruhekissen sein, denn weitere Schritte müssen folgen:
Etwas pathetisch:
Wir brauchen diesen Beschluss, wir brauchen diese neuen Standards, wir brauchen eine konsequente Klimaschutzpolitik.
Wir brauchen die Verringerung des CO2-Ausstoßes für die Luft zum Atmen und so dringend wie die Luft zum Atmen!