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15.04. 2008: Kommunales Flächenmanagement

Redemanuskript GR Sitzung 15.4. 08

 

„Kommunales Flächenmanagement“

 

Eine in doppelter Hinsicht gelungene Vorlage

 

Erstens ist das internationale Forschungsprojekt „komreg“ eine gute Sache

Es erleichtert die Planung in der Stadtentwicklung außerordentlich

Mit der Feststellung der theoretischen

und dann der tatsächlich realisierbaren Flächenpotentiale in der Innenentwicklung

leistet „komreg“ einen Beitrag gegen den „Flächenfraß“, gegen die unnötige und übertriebene Versiegelungen, gegen Zersiedelung und ungehemmte Ausweitung der Siedlungsgebiete.

 

Aber auch für die Stadtteilentwicklung leistet „komreg“ ganze Arbeit

Mit der Erhebung, wie hoch das Innenentwicklungspetential in den verschiedenen einzelnen Stadtteilen ist, können Stadtteilentwicklungspläne gezielt planen.

Dies bezieht sich z.B. auf benötigte Infrastrukturmaßnahmen, aber auch auf gezielte und verlässliche Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in einzelnen Stadtteilen.

 

Die ersten Ergebnisse des Forschungsprojektes belegen übrigens auch die gute Arbeit der PRISE im Rahmen der Diskussion um den FNP 2020.

Wurde im FNP 2020 von einem Innenentwicklungspotential von ca 50 ha bis 2020 ausgegangen, so spricht „komreg“ von einer realisierbaren Fläche von ca. 75 ha bis 2030.

 

Schließlich wird der GR so auch von „komreg“ profitieren, wenn es gilt, erste Zwischenbilanzen nach dem InKraft Treten des FNP 2020 zu ziehen und zu entscheiden, welche Flächen aus den Prioritätslisten II und III zu aktivieren sind, bzw. für welche konkrete Bebauungspläne aufgestellt werden sollte und für welche nicht.

 

„Komreg“ war wohl auch der Auslöser für die Entscheidung der Stadt Freiburg, ein digitales Innenentwicklungskataster aufzubauen, bzw. zu verbessern.

Dies ist ein wichtiger Schritt zu einem Kommunalen Flächenmanagement.

Eine Ausweitung dieses Katasters um Gwerbeflächen ist dringend zu empfehlen.

 

 

 

 

Wir sollten bei aller Begeisterung aber auch bedenken, dass die Nachverdichtung bzw. die Innenentwicklung, wie es nun heisst

ausgesprochen behutsam und mit Augenmaß angegangen werden muss.

 

Nicht jede Baulücke, die ein Innenentwicklungskataster feststellt, MUSS auch geschlossen werden.

Nicht jede eher geringfügig genutzte Fläche MUSS auch bis an die Grenzen „ausgemostet“ werden.

Nicht jede Brache MUSS auch versiegelt werden.

 

Die Attraktivität Freiburg liegt auch in der Qualität der Siedlungsstrukturen, die Attraktivität Freiburg liegt auch in ihren Grün- und Freiflächen begründet.

 

Das Ergebnis der BürgerInnen-Umfrage mit der Forderung „weniger Geld für den Wohnungsbau“ ist mit Sicherheit Ergebnis einer Kritik an übertriebener Nachverdichtung. Es entspricht dem Bedürfnis vieler Menschen nach Großzügigkeit und Offenheit statt extrem dichter Bebauung.

 

Dem sollten, müssen wir Rechnung tragen.

Unsere Fraktionsgemeinschaft hat das Konzept

„Innenstadtentwicklung vor Außenentwicklung – gegen unnötige Flächenausweitung“ immer mitgetragen.

Der Bogen darf allerdings nicht überspannt werden.

 

Bei einzelnen Projekten und Maßnahmen in der Vergangenheit, auch in der jüngsten Vergangenheit, ist der Bogen allerdings überspannt worden.

Die politische Akzeptanz der Innenstadtentwicklung hängt aber, und das sollten wir nicht vergessen, wesentlich davon ab, dass sie nicht mit Gier, sondern mit Maß und Verstand betriben wird.

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