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11.03. 2008: Klimaschutzbericht
Redemanuskript GR Sitzung vom 11.3. 2008
Energiebericht & Klimaschutzbilanz
Positiv & unspektakulär lesen sich die Ergebnisse der Klimaschutzbilanz 204/05 und der Energiebericht des Gebäudemanagements.
Das Ziel einer Redkuktion des CO2-Ausstosses bis 2030 um 40% erfordert eine jährliche Reduktion um ca. 1,5%.
Im Jahr 2004 hatten wir eine Stagnation und im Jahr 2005 eine Absenkung um 2,3%, insgesamt liegen wir also für diese beiden Jahre etwas unter der „Marschtabelle“.
Eine genaue Analyse über Trends kann die Vorlage aber genausowenig bieten wie eine Analyse über die Wirkung einzelner Faktoren.
Dennoch ist es gut, solch eine Bilanz alle zwei Jahre vorgelegt zu bekommen, um entscheiden zu können, ob, in welchem Maße und wo weitere Maßnahmen erforderlich sind. Eien Vorlage, dies habe ich auch bei der letzten Beratung zu diesem Thema bereits gesagt, dieser Klimaschutzbilanzen jeweils zu den Doppelhaushalten ist das sicherste Mittel, um sicherzustellen, dass sie nicht registriert werden und politisch keine Bedeutung erlangen.
Wenn dies nicht gewollt sit, sollte überlegt werden, einen anderen Zeitplan festzulegen.
Die vielfältigen energetischen Maßnahmen im Gebäudemanagement zahlen sich aus. Sie zahlen sich in einem Rückgang der CO2-Emissionen, des Wärme- und des Wasserverbrauchs aus - und sie zahlen sich in Heller und Pfennig und Cent aus: ohne diese dargestellten Maßnahmen wären die Energiekosten für die städtischen Gebäude um jährlich fast eine Million € höher als sie es jetzt sind.
Klar ist, dass es keine Alternative zum eingeschlagenen Weg gibt und dass er mit aller Konsequenz, ja mit noch größerem Tempo gegangen werden muss.
Dabei dürfen wir bei den energetische Maßnahmen im Gebäudemanagement der städtischen Gebäude nicht stehen bleiben.
Das größte Einsparpotential liegt in der energetischen Sanierung im Altbau.
Was die Stadt bewogen hat, das entsprechende Förderprogramm erst einzustellen und dann mit geringeren tatsächlichen Fördermitteln für private Investoren wieder aufzulegen, ist deshalb nicht nachvollziehbar.
Unbezahlbar? Wieso die Stadt darauf verzichtet, Bürgerbeteiligungsmodelle zu entwickeln, also Anteilsscheine für energetische Investitionsmaßnahmen an die Bürgerinnen und Bürger auszugeben, ist nicht ganz verständlich. Ebenso wieso nach dem großen Erfolg von Eco-Watt an der Staudingerschule kein entsprechendes Nachfolgeprojekt installiert worden ist, obwohl die Betreiber daran großes Interesse hatten.
Auch warum die Stadt Freiburg sich nicht an European Energy Award beteiligt und die Chance, die eine qualifizierte Evaluation der getätigten Maßnahmen von außen, gepaart mit einem öffentlichkeitswirksamen Wettbewerb, verstreichen lässt, ist nicht wirklich nachvollziehbar.
So können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die Stadt Freiburg in der internationalen Vermarktung ihrer Energiepolitik mittlerweile innovativer ist als in ihrer Energiepolitik selbst.
Der große Schritt jedenfalls ist in diesen Vorlagen nicht dargestellt
Aber viele kleine Schritte können ja auch gut zum Ziel führen…