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Redemanuskript 01.03.2005 - Vorzeitige Vertragsauflösung mit GMD Kamensek

Vorab: Ihre Andeutung, Herr Oberbürgermeister, dass Frau Generalmusikdirektorin (GMD), die eine hervorragende Arbeit geleistet hat, im Falle dass einer vorzeitigen Vertragsauflösung heute nicht zugestimmt würde nicht mehr mit vollem Engagement bei der Sache wäre und etwa nur noch Dienst nach Vorschrift leisten würde, möchte ich mit allem Nachdruck widersprechen. Natürlich kann ich verstehen, dass es nicht sinnvoll sein kann, wenn der Eindruck entsteht, "in Freiburg, und speziell beim Freiburger Theater, kann jede/R machen, was er/sie will, kann jede/R wie er/sie will". Dies verhindern zu wollen, ist für mich sehr nachvollziehbar.

Und anders als die heute so stur auf Vertragserfüllung um jeden Preis pochenden Fraktionen von JF/Die Grünen und der CDU habe ich vor zwei Jahren auch dem Antrag auf vorzeitige Vertragsuflösung von Frau Niermeyer NICHT zugestimmt. Völlig unlogisch ist jedoch, damals zugestimmt zu haben und heute den Antrag abzulehnen.

Wir alle hätten uns gefreut, wenn Frau GMD Kamensek dem Vorschlag, ihren Vertrag um zwei Jahre zu verlängern, zugestimmt hätte. Nachdem sie dies aus persönlichen Gründen abgelehnt hat, ist es, und zwar aus der Sicht des Theaters, völlig sinnvoll, der designierten Intendantin, Frau Barbara Mundel und einem/r neuen GMD die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Start zur Spielzeit 2006/07 zu geben. Frau Mundel hat dies in einem Brief an uns alle ja sehr eindringlich und überzeugend dargelegt, sodass ich dies hier nicht zu wiederholen brauche. Es ist zweifelsfrei so, dass es für eine qualifizierte Planung der künstlerischen Arbeit des Theaters nicht nur wünschenswert, sondern geradezu unabdingbar ist, dass die designierte Intendantin und der/die GMD eine gemeinsame Planung realisieren können. Wie kompliziert und problematisch eine Interims-Situation ist, haben wir in den letzten Monaten ja schmerzlich erfahren müssen. Und hierfür ist eine vorzeitige Vertragsaufläsung mit Frau Kamensek und die Einstellung eines/r neuen GMD zur Spielzeit 2006/07 unerlässlich. Was könnten also Gründe sein, die einer vorzeitigen Vertragsauflösung entgegen stehen?

Finanzielle? Wohl kaum, außer der Tatsache, dass Frau Mundel zu Sitzzungen der Findungskommission aus München anreisen müsste, fallen keine zusätzlichen Kosten an, und diese würden zum größeren Teil auch bei einer Suche nach einem/r GMD ein jahr später genauso anfallen.

Geht es vielleicht darum, dass überlegt wird, auf Zeit zu spielen und den Posten einer GMD obsolet zu machen, sei es durch eine angestrebte Kooperation mit dem Südwestfunk-Orchester oder durch einen völligen Verzicht auf eine der drei Sparten des Theaters? Dann sollte diese Überlegung hier offen benannt werden. Daas Vorhaben der Verwaltung, das 3-Sparten-Theater in der Satzuing des neuen Eigenbetriebs Theater nicht festzuschreiben, könnte jedenfalls darauf hindeuten, dass hier der Einstig zum Ausstieg aus dem 3-Sparten-Theater geplant wird. Sachliche Gründe, künstlerische Überlegungen können hier jedenfalls keine Rolle spielen.

Noch abenteuerlicher wird es, wenn wir hören, dass die Grünen planen, eine/n neuen GMD nur für zwei Jahre einzustellen. Wir wissen ja aus Erfahrung, dass die Suche nach einer nachfolge eine Vorlaufzeit von 1 ½ bis 2 jahren benötigt. Würde man/frau diesem Vorschlag also folgen, könnten wir eine gemeinderätliche Findungskommission mit dem Dienstantritt eines/r neuen GeneralmusikdirektorIn gleich mit ins Leben rufen, hätten wir solch eine Findungskommission gewissermaßen als ständigen gemeinderätlichen Ausschuss.

Nein: wenn Sachfragen die Grundlage der Entscheidung sind, wenn hier nach dem Aspekt: "was ist das beste für das Theater und seine künstlerische Arbeit?", dann kann die Entscheidung nur lauten, der vorzeitigen Vertragsauflösung von Frau Kamensek zuzustimmen und ich möchte sie eindringlich bitten, dies heute zu beschließen".

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